Die Guanchen der Kanarischen Inseln


Die Ureinwohner der Kanaren

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Die Guanchen

Die Guanchen waren die Ureinwohner der Kanarischen Inseln. Die Bezeichnung „Guanchinet“ stammt wie die Guanchen selbst von den Berbern. Guan: „Mensch“; Chinet: „Teneriffa“ (bzw. che: „weißer Berg“). Ursprünglich waren also nur die Bewohner Teneriffas gemeint.

Weitere, gebräuchliche Namen sind:

Guanchen der Kanarischen Inseln

Die Herrkunft der Guanchen

Über die Herkunft ist nicht viel bekannt. Es wird vermutet, dass es mehrere Besiedlungsphasen der Kanaren gab. Die ersten Bewohner kamen demnach ab etwa 3.000 v. Chr.  aus der Sahara und setzten mit Binsenbooten auf die Kanaren über. Archäologische Funde weisen zudem auf eine Besiedlung aus Südwesteuropa hin – dafür spricht auch die helle Haut der Altkanarier.

Die Guanchen wohnten bis zur spanischen Übernahme in einer steinzeitlichen Kultur auf den Inseln. Die Bevölkerungsanzahl zu Beginn des 15. Jahrhunderts wird auf 50.000 bis 70.000 geschätzt.

Die Inseln wurden ab 1402 bis 1496 gewaltsam von den Spaniern erobert.  Viele der Altkanarier wurden ermordet, verschleppt oder versklavt, ihre Kultur ging zu Grunde.

Die Sprache der Guanchen

„Guanche“ war die Sprache der Guanchen, wobei es von Insel zu Insel regionale Unterschiede gab. Einige Wörter decken sich mit berberischen Wörtern. Es sind nur wenige Wörter aus der Guanche bekannt, einige Elemente haben sich jedoch bis heute im kanarischen Dialekt erhalten, sowie Ortsbezeichnungen und Vornamen. Die Pfeifsprache „El Silbo“ wird heute noch auf La Gomera verwendet und dort an den Schulen gelehrt.

Das Leben der Guanchen

Die Guanchen sollen friedfertige, heimatverbundene Menschen gewesen sein. Sie betrieben Viehzucht und Ackerbau, für den sie riesige Terrassenflächen anlegten. Fischfang betrieben sie vom Land  aus, da sie die Schiffahrt nicht beherrschten, deswegen gab es auch keine Verbindungen zwischen den Inseln.
Sie wohnten in Berghöhlen und Hütten aus Stein, ihre Kleidung bestand aus gegerbten Tierfellen.

Der heutige Tanz „Canario“ stammt von den Guanchen. Sie feierten gerne und das Hauptfest fand im Sommer zur Feier der Ernte statt.

Ihre Stämme waren unter einem König organisiert, dem Ratgeber und Häuptlinge zur Seite standen. Ihr Gott hieß Aborac oder Acoran.

Die Hauptgottheiten Teneriffas waren:

Sehenswürdigkeiten der Guanchen

Es gibt noch zahlreiche Sehenswürdigkeiten, die an die Guanchen erinnern, einige Beispiele sind:

Mumie der Guanchen auf den Kanaren