Urlaub auf den Kanarischen Inseln
Urlaub auf Lanzarote
Allgemeine Informationen über Lanzarote und die Kanaren
Lanzarote ist die östlichste und viertgrößte der Kanarischen Inseln zu denen noch Fuerteventura, Gran Canaria, Teneriffa, La Palma, La Gomera und El Hierro gehören. Die Kanarischen Inseln sind eine der 17. autonomen Regionen von Spanien und teilen sich in die Provinzen Santa Cruz de Tenerife und Las Palmas de Gran Canaria, wobei Lanzarote zur letzteren gehört.
Diese Kanareninsel befindet sich im Atlantischen Ozean, etwa 140 km von Afrika und etwa 1.000 km von Spanien entfernt. Die südlich liegende Nachbarinsel Fuerteventura ist nur ca. 11 km entfernt. Nördlich von Lanzarote befindet sich die kleinen, unbewohnten Inseln La Graciosa, Alegranza, Montaña Clara, Roque del Oeste und Roque del Este, die den Chinijo-Archipel formen.
Von Norden nach Süden ist Lanzarote knapp 60 Kilometer lang, an der längsten Stelle von Westen nach Osten sind es nicht ganz 35 Kilometer. Mit dem Chinijo-Archipel beträgt die Fläche 845 km².
Seit 1993 ist Lanzarote zusammen mit dem Chinijo-Archipel ein Biosphärenreservat. Sie war damals die erste Insel, die komplett von der UNESCO dazu ernannt wurde. Die Kanareninsel zeichnet sich durch eine unvergleichbare Landschaft und ein harmonisches Miteinander von Menschen und Umwelt aus.
Wie alle Kanareninseln ist sie vulkanischen Ursprungs. Vor ungefähr 36 Millionen Jahren wurde durch den Vulkanismus der Kanarischen Inseln der Sockel der Kanaren bei unterseeischen Vulkanausbrüchen geformt. Es dauerte noch einige Zeit, bis sich die Inseln dann an der Oberfläche formten. Lanzarote erschien als eine der ersten Inseln vor etwa 15 Millionen Jahren über dem Meeresspiegel.
Die Einheimischen Lanzarotes werden Conejeros genannt. Die Hauptstadt von Lanzarote ist Arrecife, wo sich auch der Flughafen befindet.
Klima und Wetter auf Lanzarote
Lanzarote ist die niederschlagärmste Insel der gesamten Kanaren und bietet das ganze Jahr über milde Temperaturen. Das gleichbleibende Klima hat den Kanarischen Inseln nicht umsonst den Beinamen Inseln des ewigen Frühlings verschafft. Im Durchschnitt liegen die Temperaturen auf Lanzarote bei etwa 20 °C, der Atlantik bietet eine Wassertemperatur von etwa 17 °C im Winter und ca. 22 °C im Sommer.
Lanzarote liegt in einer Passatzone, wodurch aus dem Norden bis Nordosten fast immer frische Winde wehen. Da die Kanareninsel jedoch recht flach ist, bleiben die Wolken meinst nicht hängen und es gibt nur wenig Niederschlag. Ein Großteil des Regen fällt in den Monaten Januar bis März. Örtliche fällt der meiste Regen im Famara-Massiv Risco de Famara.
Wie auf allen Kanareninseln kann es auch auf Lanzarote zum Calima kommen. Bei diesem Phänomen weht der heiße Wüstenwind der Sahara zu den Inseln, wodurch es sehr heiß werden kann. Der Wind bringt oft Sand und Staub mit, die Sicht kann eingeschränkt sein.
Berge auf Lanzarote
Der höchste Berg von Lanzarote ist mit einer Höhe von 671 Metern der Peñas del Chache. Er gehört zum Famara-Massiv, dem Risco de Famara, im Norden der Insel. Der Berg gehört zum militärischen Sperrgebiet und kann deshalb nicht bestiegen werden.
Das Felsmassiv Risco de Famara erstreckt sich im Süden bis zur Sandwüste El Jable, im Westen reichen die Berge als
Steilküste bis ans Meer und an das Fischerdorf Famara. Wenn man von der Küste in die Berge hinauffährt, gibt es zahlreiche Aussichtspunkte, die
einen spektakulären Blick über die Landschaft bieten. Der Bergzug Los Ajaches im Süden von Lanzarote zählt zu den ältesten
Bergen der Insel. Der höchste Punkt liegt bei 608 Metern.
Tiere und Pflanzen - die Flora und Fauna auf Lanzarote
Die Flora und Fauna der Kanarischen Inseln ist sehr interessant und abwechslungsreich. Die Flora von Lanzarote besteht hauptsächlich aus Pflanzen, die sich der trockenen Umgebung angepaßt haben. Darunter gibt es endemische Arten, die nur auf den Kanarischen Inseln vorkommen und sogar einige, die nur auf Lanzarote existieren. Auch die Fauna von Lanzarote hat einige Endemiten zu bieten.
Wein auf Lanzarote
Der traditionelle Weinanbau auf Lanzarote hat sich ebenfalls der kargen Umgebung angepaßt. Die Weinreben werden auf einer dicken Schicht Vulkan-Steinchen (Lapilli) angebaut. Diese Steinchen heizen sich tagsüber durch die Sonne auf und nehmen nachts die Luftfeuchtigkeit auf. So kann das Wasser gespeichert werden. Ein bekanntes Weinanbaugebiet ist das Naturschutzgebiet La Geria. Hier werden unter anderem die alten Weinsorten wie Listán Negro für Rotwein und Listán Blanco für Weißwein angebaut.
Vulkanismus Lanzarote
Bei einem Ausflug in den Nationalpark Timanfaya (Parque Nacional de Timanfaya) kann man viel über Vulkanismus von Lanzarote erfahren. Sehenswert ist auch die Cueva de los Verdes. Diese Lavahöhle ist ein Teil eines etwa sieben Kilometer langen Höhlensystems und kann teilweise besichtigt werden.
Lanzarote Strandurlaub - Strände auf Lanzarote
Ganz im Süden der Insel befinden sich die Papagayo-Strände. Die herrlichen weißen Sandstrände sind auf natürliche Weise durch Lavafelsen voneinander getrennt. Hier kann man einen wundervollen Strandurlaub mit Baden und Relaxen verbringen. Zu den sieben Stränden gehören Playa de Mujeres, Playa de Papagayo, Playa Pozo, Playa de Afe, Playa de la Cera, Playa Caleta del Congrio und Playa de Puerto Muelas.
César Manrique - der bekannte Künstler von Lanzarote
Die bekannteste Persönlichkeit der Kanarischen Insel Lanzarote ist der Künstler César Manrique. Er schuf viele Sehenswürdigkeiten, wie den Kaktuspark (Jardín de Cactus) oder den Aussichtspunkt Mirador del Río. Sein Bestreben war die Kanarische Insel Lanzarote zu einem der schönsten Orte der Welt zu gestalten - was ihm auch zweifelsfrei gelungen ist.
Er war auch maßgeblich an der Gestaltung von Jameos del Agua, dem vulkanischen Höhlensystem, beteiligt. Dort wurde beispielsweise in eine Grotte ein Konzertsaal integriert und ein Restaurant mit unterirdischer Terrasse mit Blick auf den unterirdischen See geschaffen.
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